Toni Innauer

Lesen gehört zu meinem Leben.  Gerne stelle ich folgende Bücher vor:

 

 

 

 

Baldur Preiml: „DER ANDERE WEG DES IKARUS“

„Lange hat er sich gewehrt, unser ehemaliger Trainer, Mentor und alter Freund Baldur Preiml…

Jetzt gibt es mit „DER ANDERE WEG DES IKARUS“ erfreulicherweise doch eine Art Biografie und Zusammenschau seines Lebens, Denkens und Wirkens in unterschiedlichen Bereichen. Und das ist gut so!

Aus verschiedensten Erzählperspektiven entsteht das Bild eines charismatischen Mannes, der nie der personifizierte Mittelpunkt des, von ihm in die Wege geleiteten Erfolges, sein wollte. Er hat als Skispringer und Trainer Epochales und Zukunftsweisendes geschaffen, war immer auf der Suche nach komplementären Ansätzen und hat sehr viele Menschen, weit über den Spitzensportler hinaus mit seinem Denken, Suchen und Handeln inspiriert.

Es war mir eine Ehre und auch ein Anliegen, in einem Interview einen persönlichen Beitrag zum vielfältigen Inhalt des Buches beitragen zu dürfen.“

 

Auf www.baldur-preiml.at oder im Buchhandel kann das Buch erworben werden!

 

 

 

 

 

 

Peter TURRINI; Rozznjogd, gezeichnet von Gerhard Haderer

Kein Zweifel, in der, von Gerhard Haderer illustrierten Version hätten wir das Buch auch schon im Gymnasium, als es auf unserer Literaturliste stand, mit großer Neugier und sicher etwas verschreckt gelesen. Damals hat es bei mir nur zum Lernen der Zusammenfassung und einer oberflächlichen Interpretation für die Prüfung und wie meistens fürs knappe Durchkommen gereicht. Daher wusste ich nie, worum es in Turrinis Buch mit dem provokanten Titel eigentlich geht.

Haderer Zeichnungen, die innerhalb der dicken Klostermauern erst recht auf den Index gekommen wären, sind eine unwiderstehliche Einladung und Hilfe beim Eintauchen in einen österreichischen Klassiker der 70er Jahre. Schauplatz ist ein Autofriedhof und zunächst der Innenraum eines auffrisierten BMWs. Ein sehr seltsames Rendevouz: Auf der Suche nach dem Eigentlichen, dem Echten, zerlegt der Autofetischist, zögerlich beginnend und schließlich rauschhaft getrieben seinen Kultgegenstand und knallt zwischendurch mit einer Schrotflinte fette Ratten ab, die sich im Gerümpel tummeln. Zusätzlich angeheizt durch die bizarre Umgebung schaukelt sich das anfänglich tapsige Kennenlernen zur aggressiven gegenseitigen Demaskierung und zum seelischen und körperlichen Striptease zur selbstvergessenen Ekstase in der Müllhalde hoch…

Unser Deutschprofessor war seiner Zeit eben doch voraus, als er uns dieses Werk zugemutet hatte und Gerhard Haderer hat es zu einem großen Vergnügen gemacht, eine literarische Bringschuld nach über vierzig Jahren einzulösen.

 

 

 

 

 

Willi RESETARITS; Ich lebe gerne, denn sonst wäre ich tot

Wenn zwei Freunde ein Buch machen, dann muss man es lesen, man muss es aber nicht automatisch gut finden. Wenn es dann trotzdem ganz wunderbar geworden ist, dann freut man sich unheimlich darüber, dass man so großartige Freunde hat. Danke für die wunderbare Reise, auf die Willi und Christian Seiler uns Leser mitnehmen. Christian sorgte dafür, dass die Texte süffig wie ein g’mischter Satz hinunter rinnen und man den Willi neben sich sitzen spürt. Die Fülle an Projekten und Abenteuern, emotional vereinnahmenden Ereignissen, klugen Deutungen und Erkenntnissen („habe immer das Lächerliche im Erhabenen und das Erhabene im Lächerlichen gesucht…“) ist beeindruckend.

Was hat dieser großartige Musiker, kluge Kopf und angenehm zurückhaltende Herzensmensch doch alles auf die Füße gestellt? Als Künstler aber eben auch mit seinen – in Zeiten des Bombenbauer Franz Fuchs – gefährlich exponierten sozialen Engagements.

Man nehme das Buch mit YouTube in Griffweite zur Hand, Kommunizierend und begleitend zum Text höre man die Schmetterlinge, Ostbahn-Kurtl-Eigenkompositionen des grandios-mysteriösen „Trainers“ Günter Brödl, fetzige Coverversionen von Springsteen, Zappa, Willi Nelson, Dave Alvin etc., und – zur musikhistorischen Bildung –  ziehe man sich auch noch die Originale der großen Amerikaner rein. Zum Drüberstreuen noch den Stubenblues, mit Worten von Willis Idol H.C. Artmann, das hat etwas Erfüllendes.
Probiert’s es aus, passt’s auf und losst’s Eich nix g’folln…  – 
Schade das über 200 Sendungen „Trost und Rat“ auf Radio Wien und nur kurz auf Ö1 gelaufen waren, auch die hätten mir sicher gefallen…

 

 

 

 

 

Tara WESTOVER; Befreit

Als Tochter fundamentalistischer Mormonen, die ihre sieben Kinder weder zur Schule noch zum Arzt lassen, wächst Tara fern jeglicher Zivilisation mit einem bipolar gestörten Vater, ihrem gewalttätigen Bruder und mit der gefährlichen Arbeit auf dem familieneigenen Schrottplatz auf. Selbst schwerste Verletzungen werden von der Mutter, (die später zur „Wunderheilerin“ wird und im Internet gefunden werden kann…) mit Kräutern behandelt.

Über Leben oder Tod entscheidet „Gottes Wille“, Medikamente oder professionelle medizinische Hilfe sind Teufelswerk, die die eigene Reinheit an die „Illuminaten“ verraten und verkaufen würden.

Mit siebzehn meldet sich Tara gegen den Willen der Eltern in einem College an und schafft mit größten Mühen und Tricks die Zulassung für die Universität. Zehn Jahre später erwirbt sie am Trinity College in Cambridge ihren Doktortitel in Geschichte. Was klingt wie ein Roman ist aber eine erstaunliche Autobiografie. Sie erzählt davon, dass Bildung befreiend und belastend zugleich sein kann, zu großen Zerwürfnissen mit der Herkunft, mit den in sich geschlossenen ideologischen Systemen führen muss. „In meiner Familie gab es kein größeres Verbrechen, als die Wahrheit zu sagen.“ Dieses Buch erzählt beklemmend viel über Indoktrination, die Problematik der Verständigung zwischen Gruppen unterschiedlicher Religionen, über Fanatismus, falsche Loyalität und über die bewundernswerte Kraft und den Mut einer jungen Frau, diese Zerreißproben in sich zu ertragen und zu bewältigen. Es ist keine Geschichte aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sie spielt im 21. Jahrhundert Idahos. Das Buch hat Bedeutung auch für Europa, zum tieferen Verständnis von aktuellen Konflikten, Überforderungen und Spannungen, die im Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Bildungsgraden vorprogrammiert sind.  Der spektakuläre innere Konflikt der jungen Frau ermächtigt und ermuntert inmitten von fake news und ideologischen Brainwash-Programmen auf die Kraft von Rationalität und Aufklärung zu setzen.

Die amerikanische Originalausgabe des Buches heißt „Educaded“, in der deutschen lautet der Untertitel „Wie Bildung mir die Welt erschloss“.

 

 

 

 

 

die_dominik_thiem_methodeGünter Bresnik; Die Dominic Thiem Methode,

Erfolg gegen jede Regel

 

Meine Skepsis, die dem manchmal kratzbürstig wirkenden Trainer und vor allem dem Untertitel geschuldet war, legte sich erstaunlich schnell. Bald lag ich wohlig auf der Couch und tauchte gefesselt in Günter Bresniks Tenniswelt ein. Eine Welt, die mich als Zuseher, Fan und Mannschaftsspieler viele schöne Jahre lang in ihren Bann gezogen und vieles gelehrt hatte, wird ohne Umschweife, klug und erfreulicherweise immer wieder mit feiner Ironie seziert und gedeutet.

Seit dem Auftreten von Borg und McEnroe hat mich Tennis mitgerissen und mit Hubert „Hupo“ Neuper sogar auf Skisprungtrainingskursen zu Matches um 06:00 Uhr früh inspiriert. Als Student in Innsbruck und Graz wuchs meine Faszination in der Glanzzeit des Österreichischen Tennis weiter, brachte mich in bereichernden Kontakt und ab und an sogar zu Ballwechseln mit vielen der von Bresnik erwähnten „geheimen Helden der schlau aufgebauten österreichischen Ausbildungsstruktur im Tennis der 1980er“.

Jetzt hatte ich also ein Buch in der Hand, das Antworten und Licht in sporthistorische Ereignissen, heftige Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten im sportlichen Freundeskreis, zur Erweiterung meines Spezialwissens in Fachfragen und sogar gute Unterhaltung zu bringen versprach.
Und es hat gehalten, bis ins Tie-Break! Günter Bresniks Buch bescherte mir extrem interessante Lesestunden, originelle und glaubwürdige Antworten auf Fragen, Einschätzungen zu einer Weltsportart, die Österreich kurze Zeit mitgestaltet hatte und jetzt mit Thiem wieder dabei ist. Wer Horst Skoff und Thomas Muster damals erlebt hatte, darf z.B. auf das emotionale Kapitel zu Skoffies Aufstieg und Untergang gespannt sein.
Direkt und schonungslos beschreibt Bresnik seine extreme Arbeits- und Gedankenwelt. Das Buch ist ein radikales und trotzdem (oder deshalb?) inspirierendes Plädoyer für Arbeitsethos, Haltung, Sturheit, Vertrauen, Beharrlichkeit und der Freude an Entwicklung, an Leistung und Wettkampf und gegen Erfolgs- und Publicitysucht. Soviel Eigenwilligkeit hätte vor allem in der Arbeit mit Dominic Thiem leicht zur fundamentalistischen Sackgasse werden können. Die Leistungssportwelt ist übersät mit Mahnmalen der verantwortungslosen Verstiegenheit ehrgeiziger Coaches und Eltern. Warum tappte ausgerechnet der „total verrückte Bresnik“ nicht in diese Falle und wie suchte und fand er immer wieder seine Korrektive? Der selbstreflexive Coach und Mentor liefert verantwortungsbewusste Erklärungen, wie das Fundament seiner humanistischen Familie und, dass man „eine Regel nicht bricht, bevor man sie verstanden hat“.

Der Einzelkämpfer Bresnik bietet faszinierende Einblicke in die Gesetzmäßigkeiten des historischen und aktuellen Welttennis, von seinen Lehrjahren und seiner Arbeit mit Boris Becker bis zu seinem Meisterstück mit Dominic Thiem. Thiem ist der erste Spieler unter den Top 10 der Welt, der den Weg dorthin vom Anfängerstadium weg mit ein und demselben Trainer gegangen ist. Auch das wusste ich nicht.

 

 

 

Mockup 02

„25 Stories I would tell my younger self“ von Julian Hosp

Geboren in Mils in Tirol, wohnt Julian Hosp, gerade einmal 30 Jahre alt, heute in Hongkong. Der Doktor der Medizin, ehemalige Basketball- und Kitesurfprofi, „Weltmeister im Vielfliegen“ und multiple Unternehmer ist mittlerweile finanziell unabhängiger Investor, Autor und Speaker.

Biografie oder Ratgeber, was ist dieses Buch? Die 25 Geschichten, die ich in der englischen Originalausgabe mit Schmunzeln, Staunen, Kopfschütteln und mit Neugier gelesen habe, sind jedenfalls etwas Besonderes. Neu am Markt ist auch eine deutsche Fassung. Ganz im Sinne des Autors lässt sich beim Lesen der leichtfüßig gesetzten englischen Ausgabe zusätzlich zum Erkenntnisgewinn noch ein sprachlicher „double bonus“ einfahren…

Mit unstillbarer Neugier, Disziplin, Ausdauer und überraschenden Tricks und Ritualen hat der Lebenskünstler eine erstaunliche Intensität und Fülle in sein junges Leben gepackt. Er versteht es den Leser neugierig zu halten und auf amerikanische Ratgeberart dreist am Motivationszügel zu nehmen und Lust auf Anwendung im eigenen Leben zu machen. In den ersten Kapiteln und Empfehlungen begegnet man „guten alten Tugenden“, die Julian Hosp vor allem von seiner Mutter, nicht nur gelehrt sondern konsequent anerzogen bekam. Unterhaltsam und mit Begeisterung erzählte Geschichten eines jungen Überfliegers entstauben und bestätigen einige Klassiker der Motivations- und Leistungspsychologie: Fordern statt Verwöhnen, Beende, was du anfängst oder die Tiroler Version des Marshmallow-Lustaufschub-Tests .

Die 25 Tipps und Schwerpunkte bieten einen 340 Seiten starken Ratgeber sehr appetitlich an. Nach den prägenden Kinderjahren in Tirol, wo Hosp unter einem harten ungarischen Trainer turnen lernt, einen Baum pflanzt und großzieht und mit einem kindlichen Geschäftsmodell und Pausenbroten sein Taschengeld aufbessert, geht er als Austauschschüler nach Amerika. Er demonstriert, wie man (warum überhaupt?) ein Lexikon auswendig lernen kann, schließt sein Medizinstudium erfolgreich ab verwirft zum Entsetzen seines Umfeldes die Möglichkeit in diesem Beruf zu arbeiten. Wie verknüpft man professionelles Kitesurfen, Medizinstudium, Sportjournalismus und einen Wohnsitz in Hongkong symbiotisch miteinander? Die nicht ganz naheliegende Lösung wirft als Nebeneffekt und Statussymbol sogar noch eine elitäre Vielfliegerkarte einer Fluglinie ab. Fernab von Selbstbeweihräucherung werden Bruchlandungen vom Tiroler Überflieger nicht verschwiegen, sondern selbstkritisch analysiert, egal ob es um missglückte Beziehungen, finanzielle Abstürze oder ganz einfach um schmerzhafte Erfahrungen im täglichen Umgang mit dem Surfbrett geht. Kluge bis kühne Überlegungen zu Zeitmanagement oder dem Verhältnis von Arbeitszeit zu Verdienst und Veranlagungsstrategien zeichnen das Bild eines eigenwilligen modernen Goldgräbers mit ausgeprägtem Freiheitsdrang und wachsendem Verantwortungsbewusstsein. Das Buch ist selbst für „alte Hasen“ eine überbordende motivationale Wühlkiste voller erstaunlicher Kleinode und Inspirationen und für die Zielgruppe „my younger self“ voller Überraschungen und ein frecher Gegenentwurf zur Mainstreamkarriere.

Julian Hosp ist auch als Speaker tätigt und kann jederzeit über Innauer + (f)acts gebucht werden! Nähere Infos unter www.innauerfacts.at!

 

 

 

Düringer_Buch_WeltfremdWeltfremd?  von Roland Düringer

Würde dieser Autor seinem Leser nicht sofort und wiederholt „mit dem Arsch ins Gesicht“ springen, dann wären Kenner schon einigermaßen überrascht. Aber sobald diese Kunst so virtuos beherrscht wird wie bei Roland Düringer, dann lässt man sich das im Sinne der mitgelieferten Bewusstseinserweiterung nach und nach gerne gefallen. Nein man wartet und hofft gespannt auf die prompt geliefert nächste Falle oder Überraschung. Ja, das Buch ist unterhaltsam, vielleicht nicht ganz so uneingeschränkt wie seine Kabaretts oder schauspielerischen Darbietungen. Aber es bietet den im Verhältnis von Düringer zu seinem Publikum nie empfunden Vorteil, dass man als Leser das Tempo selber bestimmen und ggf. auch mal zurückblättern kann, wenn einen seine Überlegungen in sehr dichter und listiger Form überfordern.

Lesen kann eben eine Art der Informationsaufnahme sein, bei der geistiges Luftholen noch sein darf.

Wer das Nachdenken über die zweifellos bedrückenden Zusammenhänge gesellschaftlicher Entwicklungen und sogenannter Systemzwänge wegen der mitgelieferten Depression angesichts Undurchschaubarkeit und Tristes lieber meidet, dem sei gerade Düringers Werk ans zarte Herz gelegt. Autoren wie ich, die manchmal angestrengt um den ausgewogenen Cuvee aus Information, Spannung und moralischem Anspruch suchen werden fündig. Düringer verzichtet nicht auf profund Recherchiertes und liefert originell und selbstironisch durchgearbeitete Theorien ernsthafter Gesellschaftskritik, sogar mit gelegentlichen Quellenangaben und einer interessanten Literaturliste.
Mit herrlichen Beispielen und bizarre Übertreibungen attackiert Düringer die Lachmuskeln, lockt uns mit leichter Muse in scheinbar sicheres Gewässer um uns großartigen Individuen – plötzlich vor dem Spiegel der Selbsterkenntnis stehend – das Lachen im Hals stecken bleiben zu lassen.

 

 

Über meinen Schatten von Thomas Morgenstern und Michael Roscher

Thomas Morgenstern

Über meinen Schatten – Eine Reise zu mir selbst – aufgezeichnet von Michael Roscher

Nahezu jeder erfolgreiche Sportler bringt nach dem Karriereende seine Autobiografie auf den wachsenden Sportbuchmarkt. Die Deutungshoheit über die persönliche Laufbahn möchte man nicht schnelllebigen Medien oder Sporthistorikern überlassen, sondern selber in die Hand nehmen.
So ist auch Thomas Morgenstern mit professioneller Unterstützung des ORF-Kommentators und Skisprunginsiders Michael Roscher literarisch mit guten Haltungsnoten „über seinen Schatten“ gesprungen.

Originell ist die Wahl des Ausgangs- und Angelpunktes der unterschiedlichen Handlungsstränge in der neuesten Überfliegerbiografie: Thomas verzichtet unübersehbar auf das selbstzufriedene Abhandeln einer schillernde Kette von grandiosen Erfolgen. Seine einzigartigen sportlichen Leistungen erscheinen als erfreuliche Nebensächlichkeiten und es entsteht der Eindruck der Kärntner hätte Material für ein weiteres Buch in der Hinterhand belassen. An der Schwerpunktsetzung lässt sich aber auch ein bereichernder Unterschied zu vielen Sportbiografien festmachen und beschert dem Käufer ein spannendes und keinesfalls zu langes Leseerlebnis. Rückschläge, Traumata und bei einem Sporthelden nicht ohne weiteres zu erwartende Auseinandersetzung mit wachsenden Ängsten stehen im Mittelpunkt der Erzählungen und liefern die Perspektive aus der Morgenstern seine Karriere betrachtet und analysiert. Der Leser erfährt unerwartet Persönliches über Stürze und deren dramatische Auswirkungen auf das sportliche Selbstvertrauen, über Verletzungen und bittere Niederlagen. Betrachtungen über knallharte Rivalität im Superadler-Team, subjektiv wahrgenommene Benachteiligung oder über die tiefe Verwundung durch eine, an die Öffentlichkeit gezerrte private Beziehungskrise. Thomas tut was man von einer guten Biografie erwarten darf, er liefert Einblicke und Gedanken, die auf der Hochglanzoberfläche einer sehr erfolgreichen Fernsehsportart keinen Platz haben.

 

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